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Air and Space Museum
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Raumkapsel CM Columbia: Modul der Mondmission Apollo 11 mit Schwimmkragen für die Wasserlandung

Apollo 11 Kommando-Modul: Raumkapsel der Mondmission mit Schwimmkragen für die Wasserlandung

Im Rahmen des Apollo-Programms wurde eine Reihe von Versuche unternommen, um den Ausstieg der Raumfahrer nach der Wasserung zu simulieren, damit die Astronauten für solche Missionen trainiert werden konnten. Bei der hier gezeigten Raumkapsel “BP1102A” handelt es sich um ein Übungsgerät des Apollo-Progamms.

Am 24. Juli 1969 landete die echte Raumkapsel der Mondmission Apollo 11 etwa 13 Meilen vom Bergungsschiff USS Hornet (Flugzeugträger) im Pazifischen Ozean. Von dort kamen als erstes Marinehubschrauber mit Tauchern, deren Aufgabe war, den maßgeschneiderten Schwimmkragen anzubringen und aufzublasen, bzw. in dieser Lage das Kommando-Modul im Wasser zu stabilisieren. Danach wurde ein aufblasbares Floß angelegt, um die Astronauten in einer speziellen "biologischen Isolierungs-Bekleidung," zu dekontaminieren. Nach der Dekontamination wurden die Astronauten vom Marine-Hubschrauber auf die HORNET geflogen. Das Exponat wurde 1977 von der NASA an das Smithsonian übertragen.

Apollo 11 Kommando-Modul: Raumkapsel der Mondmission mit Schwimmkragen für die Wasserlandung

Apollo 11 Command Module "CM Columbia":

Boeing EC-135E ARIA: Telemetrie-Plattform zur Unterstützung des Apollo-Raum-Programms

Das Command Module "CM Columbia" war quasi die “Wohnung” der aus 3 Mann bestehenden Besatzung der ersten bemannten Mondlandung. Am 16. Juli 1969 waren Neil Armstrong, Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins von Cape Kennedy auf einer Saturn V Rakete zu ihrer Mondmission gestartet. Die "Columbia" war einer von drei Teilen des kompletten Apollo-Raumschiffs. Die anderen beiden Teile waren das Service-Modul und die Mondlandefähre, mit dem Spitznamen "Eagle". Im Service-Modul sind das Haupt-Raumfahrzeug mit Antriebssystem und Betriebsstoffe enthalten, während die Mondlandefähre von den Astronauten Armstrong und Aldrin genutzt wurde, um am 20. Juli als erste Menschen auf der Mondoberfläche auszusteigen. Das Kommando-Modul - hier die Columbia - ist das einzige Teil des Satelliten, das zur Erde zurückkehrte. Es wurde 1970 nach einer von der NASA gesponserten Tour durch amerikanische Städte dem Smithsonian übertragen.

Das Apollo-Kommando-Modul trat mit dem stumpfen Ende voran in die Erdatmosphäre ein. Eine schützendes Hitzeschild von Epoxidharzen in Metall-Waben schützte das Raumschiff vor der Hitze von ca. 2726 C° und bremste es in der Atmosphäre ab. Fallschirme verlangsamten dann das Raumfahrzeug für eine Landung im Pazifik. Das Kommando-Modul wurde durch North American Rockwell Corp gefertigt. Der Raum ist für 3 Besatzungsmitglieder ausgelegt und hat etwa die Größe wie in einem Minivan. Im Mannschaftsraum sind Navigationsgeräte, Bedienelemente, Anzeigen und andere Geräte enthalten. Im unteren Teil des Raumschiffs sind die Sanitäranlage, die Elektroinstallation und die Kraftstoff-Regulierung und -Kontrolle untergebracht. Im oberen Teil sind die Fallschirme und eine Luke für den Durchgang zur Mondfähre enthalten. Die Klappe an der Seite der Sonde wurde für den Einstieg vor dem Start und Austieg nach der Rückkehr zur Erde verwendet.

Technische Daten:                     

  • Höhe: 3,2 m
  • Durchmesser: 3,9 m
  • Gewicht: 5.900 kg
  • Hersteller: North American Rockwell
  • Trägerrakete: Saturn V
Original der Raumkapsel Columbia der Mondlandung Apollo 11  im Air and Space Museum Washington

Mit dem Projekt Apollo wurden 6 Mondlandungen zwischen 1969 und 1972 vorgenommen, bei denen 12 Astronauten auf dem Mond waren. Apollo 15 war die 4. Mission für die Astronauten auf dem Mond.

Apollo 15 - Original
Command Module der Apollo 11 - Innenansicht
Apollo-Soyuz Test Project
Apollo Service Modul - Skizze
Saturn V - Module Saturn V - Modules
Saturn V - Start
Saturn V - Raketenskizze

Die einzelnen Stufen der Saturn V:

Die Apollo-Missionen begannen ihre Reise zum Erdtrabanten vom Startkomplex 39 des John F. Kennedy Space Centers. Die verwendete Saturn-Rakete gehört zu den leistungsstärksten Trägersystemen der Raumfahrt, die jemals gebaut wurde. Sie wurden hauptsächlich von deutschstämmigen Wissenschaftlern unter Leitung Wernher von Brauns für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA im Rahmen des Apollo-Programms entwickelt. Die Version Saturn V war die eigentliche Mondflugrakete.

Saturn V - SkizzeS-IC

Die 1. Stufe der Saturn V (S-IC) hatte bei einer Länge von 42 m einen Durchmesser von 10 m. In der Stufe befanden sich zwei separate Tanks. Unten befand sich der Tank für 810.700 Liter RP-1 (= Rocket Propellant 1), durch den die Sauerstoffleitungen auf geradem Weg zu den Triebwerken hindurch liefen, und darüber der Tank für 1.310.100 Liter flüssigen Sauerstoff (LOX). Die Stufe verwendete 5 der riesigen F-1-Triebwerke, wobei die vier äußeren Triebwerke zur Steuerung schwenkbar waren. Die S-IC wurde von Boeing gebaut.

Nach dem Start brannte die erste Stufe für 2,5 Minuten und brachte die Rakete auf eine Höhe von 60 Kilometern. Die Geschwindigkeit betrug bei Brennschluss 8.600 km/h. In diesen 2,5 Minuten wurden etwa 2.000 Tonnen Treibstoff verbrannt.

S-II

Die 2. Stufe (S-II) hatte 10 m Durchmesser. Sie verwendete die Treibstoffkombination Wasserstoff/Sauerstoff und hatte einen Tank, der durch einen isolierten Zwischenboden in zwei Räume für die beiden Treibstoffkomponenten getrennt wurde. Der Wasserstofftank fasste 1.000.000 Liter und der Sauerstofftank 330.000 Liter. Die Stufe verwendete fünf J-2-Triebwerke, die genauso angebracht waren wie die Triebwerke der Erststufe. Die S-II wurde von North American Aviation's Space Division gebaut.

Nach Abwurf der ersten Stufe zündete die zweite. Der Brennschluss erfolgte in etwa 185 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 24.600 km/h.

S-IVB

Die 3. Stufe fasste 253.000 Liter Wasserstoff und 92.000 flüssigen Sauerstoff. Auf der S-IVB befand sich die Instrument Unit (IU), eine von IBM gebaute Steuerungsanlage, die die Rakete während des Fluges kontrollierte und auch für den korrekten Eintritt in die Mondtransferbahn sorgte.

Die dritte Stufe wurde für den Start aus der Erdumlaufbahn in Richtung Mond für mehr als fünf Minuten gezündet. Nach Brennschluss war das Raumschiff auf einer Geschwindigkeit von etwa 38.900 km/h (10,8 km/s) auf Kurs zum Mond. Die Mondlandefähre, die während der ganzen Zwischenzeit im oberen Teil der dritten Stufe verweilte, wurde nun nach Abkopplung des Apollo-Raumschiffs und dessen Drehung um 180° aus der Stufe gezogen.

Saturn V - F-1 Triebwerk

Technische Daten: F-1-Triebwerk (1 von 5)

  • Hersteller: Rocketdyne, Conoga Park, Calif.
  • Treibstoff: RP-1 Kerosene, Liquit Oxygen
  • Schub: 6,67 Mega-Newton
  • Brennzeit: max. 5 Min.
  • Treibstoffverbrauch: 155 Tonnen/min
  • Leistung der Turbopumpe: 40,4 MegaWatt
  • Motor-Gwicht: 8.319 kg
  • Düsen-Gewicht: 1.800 kg
  • Höhe: 5,60 m
  • Durchmesser: 3,7 m
Saturn V - F-1 Triebwerke
Apollo-Soyuz Test Project
Apollo-Soyuz Test Project
Service Modul mit Command Modul des Apollo 15 Mondflugs

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 


 

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