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Lexikon der Flugzeuge

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Airbus A 320:  Condor

Condor  -  Airbus A 320

Hierbei handelt es sich um einen Airbus A 320, der von der Firma Condor, einer Tochterfirma der Lufthansa, verwendet wird.

Beim Besuch im Cockpit fällt der "sidestick" auf, mit dem der Pilot das Flugzeug elektronisch steuert, gewissermaßen "aus dem Handgelenk". Diese Fly-by-wire-Technologie kam bei der A-320 erstmalig zum Einsatz.

Condor  -  Airbus A 320

Technische Daten:     Airbus A-320

Cockpit A 320 Start
eines A 320

Hersteller: Airbus Industrie - Nutzung: Kurz- und Mittelstrecken-Verkehrsflugzeug - Besatzung: 2 - Passagiere: 150 bei 2 Klassenkabine, oder 179 bei enger Bestuhlung - Fracht: 7 x LD3 Container - Gepäckraumvolumen: 38,8 m³ - Antrieb: 2 x CFM56-5 oder IAE V2500 -Abmessungen: Länge: 37,57 m - Höhe: 11,76 m - Rumpfdurchmesser: 3,96 m - Spannweite: 34,09 m - Flügelfläche: 122,6 m² - Kabinenlänge: 27,5 m - Kabinenbreite: 3,7 m - Kabinenhöhe: 2,22 m - Massen: Leermasse: 42,2 t - max. Nutzlast:18,8 - 19,1 t - Kraftstoff: 23.860 Liter - max. Rollmasse: 73.000 bis 77.000 kg - max. Startmasse: 73,4 bis 77,4 t - Flugleistungen: optimale Reisegeschwindigkeit: Mach 0.78 - max. Geschwindigkeit: Mach 0.82 - Dienstgipfelhöhe: 11.890 m (39000 ft) - Startstrecke: 1.960 bis 2.250 m - Landestrecke: 1.490 m - Reichweite: 4.840 bis 5.675 km mit 150 Passagiere -

Technische Beschreibung des A 320:   

Der A320 ist ein Tiefdecker mit zwei unter den Flügeln aufgehängten Triebwerken. Auch der A320 wird einen kleinen, hochbelastbaren Flügel mit hoher Streckung aufweisen. Sein Zwei-Mann-Cockpit soll für Allwetter-Landungen der Kategorie IIIb zugelassen werden und weist eine neue Art der Steuerung auf. Leitwerke, Querruder, Spoiler und Trimmung, Vorflügel wie auch Klappen werden elektrisch betätigt.  

Das automatische Flugsystem des A320 wird mit Hilfe des neuartigen Sidesticks gesteuert, der ein völlig neues Merkmal von Zivilflugzeugen darstellt. Er befindet sich auf der Seitenkonsole. Durch Betätigung des Sidesticks gibt der Pilot elektronische Daten in die Computer des Flugsystems ein, die einen wirtschaftlichen und sicheren Flug gewährleisten. Wird der Sidestick beispielsweise ganz nach hinten gezogen, geht der A320 automatisch in den Steigflug mit voller Schubkraft und Höchstauftrieb über, wobei ein “Überziehen” autom. verhindert wird. Man bezeichnet dies auch als "Fly-by-wire".

Zur Gewichtseinsparung wird beim A320 in umfangreichem Maße von Verbundwerkstoffen aus Kunstharzen und Verstärkungen aus Kohle- oder Kevlar-Fasern Gebrauch gemacht.

Der A320 ist das erste vollkommen computerisierte Passagierflugzeug. Die fortschrittliche Systemtechnologie wird beim Anblick des Flugdecks sofort deutlich. Große Displays geben den Piloten umfangreichere Informationen als die herkömmlichen Instrumente. Die Daten werden automatisch oder manuell entsprechend der Flugphase oder den Umständen angezeigt oder abgerufen. Ein zentralisiertes Betriebsstörungsdisplay überwacht ständig die Flugzeugsysteme, indem es Diagnosedaten sammelt. Eventuell auftretende Probleme werden automatisch im Cockpit angezeigt. Ein Zugriff auf die Daten ist auch nach dem Flug möglich. Außerdem können sie an die Bodenstation gesendet werden.

Versionen:

  • -100:  ohne Winglets und mittleren Tank, 21 gebaut.
  • -200:  Standardversion seit Ende 1988
  • -F:    Frachter; theoretisch 22t Fracht   

 

 

                    Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 


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