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British Aerospace BAe Hawk: Schulflugzeug und Erdkampfunterstützungsflugzeug

British Aerospace BAe Hawk

Technische Daten: 

British Aerospace BAe Hawk: Schulflugzeug und Erdkampfunterstützungsflugzeug

Typ

Trainer

Besatzung

2

Erstflug

1974

Ursprungsland

Großbritannien

Triebwerk

.

Anzahl

1

Typ

Turbofan-Triebwerk

Hersteller

Turboméca / Rolls-Royce

Muster

Adour Mk 151

Leistung jeweils

23,1 kN (2.359 kg)

Leistung

.

Höchstgeschwindigkeit

ca. 1.040 km/h

Dienstgipfelhöhe

ca. 15.250 m

Anfangssteiggeschwindigkeit

ca. 47 m/s

Reichweite

ca. 2.430 km

Überführungsreichweite

3.100 km

Flugdauer

4 Stunden

Belastung

+8 / -4 G

Massen

.

Leermasse

3.650 kg

maximale Startmasse

8.340 kg

maximale Waffenlast

ca. 2.560 kg

Abmessungen

.

Spannweite

9,39 m

Länge

11,96 m

Höhe

3,99 m

Tragflügelfläche

16,69 m²

.

.

Technische Kurzbeschreibung:

Rumpf: Ganzmetall-Halbschalenbauweise mit 2 Holmen - Stringern und Beplankung - Kabine mit zwei Schleudersitzen hintereinander - zur besseren Sicht ist der hintere höher - ausfahrbare Luftbremsen unter dem Rumpfheck -

Tragwerk: freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise - Doppelspalt-Landeklappen - zweiholmiger Torsionskasten mit integral gefräster Beplankung - 4 Flügelhalterungen für Waffen oder Zusatztanks -

Leitwerk: freitragende Normalbauweise in Ganzmetall - ungedämpftes Höhenruder mit negativer V-Stellung -

Fahrwerk: einfahrbar mit Bugrad - Anti-Blockiersystem beim Hauptfahrwerk-

Beschreibung: 

Zu Beginn der 70er Jahre suchte das britische Verteidigungsministerium einen Nachfolger für Strahltrainer und Übungsflugzeuge der Typen „Jet Provost", „Folland Gnat" und „Hawker Hunter". 1971 entschied sich die britische Luftwaffe RAF für die Hawker Siddeley P 1182 als strahlgestützten Anfänger- und Fortgeschrittenentrainer, die bei der RAF als Projekt HS-1182 lief. Im März 1972 wurde der Serienbau von 175 „Hawk" festgelegt. Im August 1974 nahm das erste Vorserienmuster die Flugerprobung auf.

Das erste rein britische Militärflugzeug zeigte, wie schnell und erfolgreich ein erfahrenesTeam arbeiten kann, wenn man es läßt. Die Hawk verdankt ihre Realisierung in gewissem Sinne der Tatsache, dass der vorhandene SEPECAT Jaguar zu schwer und zu teuer wurde, um noch wirtschaftlich als reines Schulflugzeug eingesetzt zu werden. Am französisch/deutschen Programm des Alpha Jet hatte sich Großbritannien jedoch nie beteiligt. Es fehlte also ein zeitgemäßer Trainer.

Mit dem Auftrag der RAF über 175 Stück schloß Hawker Siddeley die Entwicklung zügig ab und stellte sich auf eine schnelle Produktion ein. Seit 1976 wird die „Hawk" als Fortgeschrittenen-Trainer und für die Waffenausbildung sowie von der Kunstflugstaffel „Red Arrows" geflogen.

Aufgrund der variablen Bewaffnungsmöglichkeiten, einer Lebensdauer von über 6000 Stunden und einem Preise von etwa 1 Million Pfund erhoffte man sich gute Exportchancen. Dies auch deshalb, weil die Hawk den Alpha Jet als schärfsten Konkurrenten in der Entwicklung überholt hatte.

1981 kaufte die US-Marine über 300 trägergestützten T-45A Goshawk ("Hühnerhabicht"), die von McDonnell Douglas gebaut wurden, während BAe vor allem die Zelle lieferte. Sie verfügt über einen Fanghaken für Trägerlandungen und ein verstärktes Bugfahrwerk für Katapultstarts.

Auch weitere Länder haben die Hawk aufgrund ihrer einfachen und robusten Konstruktion und ihrer niedrigen Betriebskosten eingeführt. Finnland z.B. bestellte schon zu Beginn der Produktion 12 Hawk als Ersatz für die “Fouga Magister", Kenia 12 und Indonesien ebenfalls12. Weitere Länder folgte. Die Exportversionen sind als Jagdbomber und Trainer ausgelegt.

Die Maschine war von Anfang an voll kunstflugtauglich und ist inzwischen in eine Reihe bewaffneter Versionen weiterentwickelt worden. Der jüngste taktische Einsitzer “Hawk 200” wurde von BAe auf eigene Kosten entwickelt. Sie unterscheidet sich vor allem durch eine oder zwei eingebaute Maschinenkanonen des Kalibers 25-mm. Ferner durch das Cockpit und die erhöhte Kampfmittelzuladung der Schulversion.

Die wichtigsten Versionen: 

Hawk T. 1/1 A

Schulversion der RAF

Hawk 50 und 60

kampfstärkere Exportversionen

T-45A Goshawk

US-Marine

Hawk 100

kampfwertgesteigerte Hawk 60

Hawk 200

1-sitziges taktisches Kampfflugzeug

Bewaffnung: (optional)

1 x Kanone

30-mm, Aden

.

(Unterrumpfbehälter, abnehmbar)

2 x Raketen

Sidewinder AIM-9L

.

(Flügelpylone, abnehmbar)

Multisprengbomben

BL 755

British Aerospace BAe “Hawk”

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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