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Beschreibung:
Im Jahre 1937 erwarb die Sowjetunion die Lizenzrechte für die Douglas DC-3 des US-Herstellers und beauftragte eine Entwicklungstruppe mit Boris Lissunow damit, diesen Typ auf sowjetische Anforderungen umzubauen. Dazu wurden die gesamten Abmessungen der DC-3 ins metrische Maß übertragen. So entstand die zunächst PS-84 genannte Maschine, die eine etwas verkleinerte Spannweite aufwies. Um eine größere Reichweite zu erzielen, wurden außerdem etwas leistungsschwächere Motoren mit ca. 1000 PS verwendet, die jedoch die Geschwindigkeit gegenüber der DC-3 verringerten. 1938 begann der Serienbau bei Moskau. Die Produktionszeit ging von 1938 bis 1952. Im Laufe ihrer Einsatzzeit wurde die Zahl der zu befördernden Passagiere von 14 auf 28 verdoppelt.
Als das Deutsche Reich 1941 die Sowjetunion angriff, erhielten viele PS-84 auf dem Rumpfrücken einen drehbaren Waffenstand mit einem 7,62-mm-MG, später ein 12,7-mm-MG. 1942 wurde das Flugzeug in Li-2 umbenannt.
Eine militärische Variante wurde als Frontbomber eingesetzt und erhielt dazu im Bug sowie in zwei Luken beiderseits des Rumpfes je ein MG zur Eigenverteidigung. Ferner wurden äußere Waffenstationen für bis zu vier 250-kg-Bomben geschaffen. Im Rumpfinneren wurden zusätzlich leichtere Bombenkaliber mitgeführt, die von der Besatzung einfach aus der Frachtluke geworfen wurden. Während des gesamten Krieges war die Lissunow Li-2 das Standard-Transportflugzeug der Sowjetunion. Nach dem Kriegsende wurden die Li-2 wieder zu normalen Transportflugzeugen zurückgerüstet.
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