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Beschreibung:
Die Douglas DC-6 ist ein 4-motoriges US-amerikanisches Verkehrsflugzeug, das in den Jahren 1946 bis 1959 von der Douglas Aircraft Company hergestellt wurde. Es wurde ursprünglich auf Basis der DC-4, bzw. der Militärversion C-54-Skymaster als militärisches Transportflugzeug geplant, dann jedoch als ziviles Langstrecken-Passagierflugzeug in Konkurrenz zur Lockheed Constellation eingesetzt.
Douglas hielt an den Tragflächen des Vorgängermodells C-54 Skymaster fest, die DC-6 erhielt aber einen um 2,6 m verlängerten Druckkabinenrumpf, mit vergrößerten Heckoberflächen und vier 2.400 Ps starken R-2800-CA-15 Double-Wasp-Motoren. In der Standardausführung bot sie etwa 50 Passagieren Platz, wurde aber bei dichter gestellten Sitzreihen auf bis zu 68 Sitzplätze aufgerüstet.
Die DC-6 zeichnete sich durch große Wirtschaftlichkeit sowie Zuverlässigkeit aus. Insgesamt wurden über 700 Flugzeuge dieses Typs gebaut und einige sind noch heute im Einsatz.
In der US Air Force wurde die DC-6 als C-118 Liftmaster bezeichnet, bei der US Navy als R6D.
Geschichte
Die DC-6 ist eine auf Veranlassung der US-Luftwaffe noch während des Krieges in 1943 entstandene Weiterentwicklung der DC-4, bzw. C-54. Sie unterscheidet sich von dieser durch einen längeren Rumpf mit geräumigerer Kabine, durch eine Druckkabine, stärkere Triebwerke und durch thermische Enteisung des Tragwerks, des Leitwerks und der Cockpitverglasung.
Das Projekt erhielt die Bezeichnung "YC112". Doch als dieses fertig war, ging der Zweite Weltkrieg zu Ende und die US-Luftwaffe hatte keinen großen Bedarf mehr an der YC112, so dass Douglas auch eine zivile Variante der Maschine baute und den Fluggesellschaften anbot.
Es wurden 3 Varianten hergestellt. Die normale DC-6, DC-6A, die als Transportflugzeug gedacht war, die DC-6B wiederum als Passagierflugzeug und die DC-6C als Kombination von beidem.
Die reine Frachtmaschine DC-6A “Liftmaster”, die im September 1949 vorgestellt wurde, verfügte über eine um weitere 1,5 m verlängerte Zelle, 2400-Ps-Motoren mit Wasser/Methanol-Einspritzung, einen verstärkten Kabinenboden und sich nach oben öffnenden Frachttüren.
Die DC-6B war ähnlich ausgestattet, bot jedoch 54 bis 107 Passagieren Platz, je nach Bestuhlung.
Im März 1947 wurden die ersten DC-6 ausgeliefert. Doch bei der DC-6 trat zunächst ein Problem auf, das zu Bränden in den Flugzeugen führen konnte. So mussten alle DC-6 am Boden bleiben, bis das Problem gefunden wurde. Es stellte sich heraus, dass ein Benzinventil genau über dem Kabinen-Heizer lag; daher mussten alle Maschinen modifiziert werden. Danach bewährte sich die DC-6 bei Fluglinien auf der ganzen Welt und galt als das zuverlässigste Modell der Douglas-Propellerflugzeuge nach der legendären DC-3.
Die Fluggesellschaft “Pan Am” benutzte für ihren ersten Transatlantikflug eine DC-6.
Während des Koreakriegs schaffte nun auch die US-Luftwaffe C-118-Maschinen an, die später wieder als zivile Maschinen verkauft wurden.
Die Air Force One des damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman war eine C-118, die “The Independence” genannt wurde.
Heute wird die DC-6 oft noch als billiges Transportflugzeug in Alaska, Südafrika oder Südamerika benutzt.
Im Jahr 2000 fand Siegfried Angerer die letzte gebaute Douglas DC-6B aus dem Jahr 1958. Sie diente Marschall Tito als Jugoslawiens Präsidentenflugzeug und fand in den Siebzigern auch in Zambia bei dessen Präsidenten Kenneth Kaunda Verwendung. Die Maschine wurde später nach Salzburg gebracht, von Spezialisten restauriert und zu einem Luxusliner umgebaut. Sie ist derzeit im Besitz der Firma Red Bull und wurde während der ILA 2006 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.
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