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Beschreibung dieser Maschine: Quelle: http://www.gehling-flugtechnik.de
Bei dieser Kruk handelt es sich um eine Sonderausführung des Agrarflugzeuges. Der Chemikalientank wurde verkleinert, um Platz für ein zweites Cockpit (siehe Glasvorbau) zu schaffen. Als Trainer für Schulungen und Checkflüge war die in Leipzig-Mockau stationierte Maschine zu Agrarflug-Stützpunkten in der ganzen DDR unterwegs. Durch den modularen Aufbau von Flugzeugzelle, Tank und Zweitcockpit kann der Trainer innerhalb von zwei Tagen wieder in eine normale Einsatzmaschine umgerüstet werden. Das "R" in der Typenbezeichnung weist auf eine weitere Besonderheit an Gehlings Flugzeug hin: Zur Lärmminderung reduziert ein spezielles Getriebe die Propellerdrehzahl geringfügig
gegenüber dem Standardmodell.
Seitdem die Maschine mit der Kennung D-FOAB (ehemals DDR-TAB) 1994 wieder zugelassen wurde, wurden mit ihr Flugshows in ganz Deutschland und den Niederlanden besucht. Auch auf der ILA in Berlin hat man den Tiefdecker schon gezeigt.
Während die Agrarflugzeuge früher Pestizide oder Düngemittel über die riesigen Ackerflächen der “Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften” (LPG) zwischen Ostsee und Erzgebirge versprühten, demonstriert der heutige Besitzer ihre Einsatzmöglichkeiten jetzt mit Wasser. Über ein Schaltersystem an Steuerknüppel und Gashebel betätigt der Pilot den Sprühmechanismus und behält so stets die Kontrolle über das Flugzeug. An Flugtagen führt der Pilot auch gern die Feuerlöschfähigkeiten der Kruk vor. Aus dem Chemikalientank stürzen dann im Schnellabwurf bis zu 500 Liter Wasser auf brennende Heuballen herab.
Geschichte dieser Maschine:
Dieter Gehling - jetziger Eigner - entdeckte die Kruk durch Zufall. Ein Privatmann hat das Flugzeug kurz nach der Wende gekauft, aber konnte es nicht halten. Deshalb wurde die Maschine zerlegt und für die Verschiffung nach Venezuela vorbereitet. Zuvor hatte das südamerikanische Land bereits 30 Kruks aus DDR-Beständen gekauft. Die Lieferung nach Venezuela kam aber nicht mehr zustande. Das Flugzeug blieb fast drei Jahre auf dem Lagerplatz bei Anklam in Mecklenburg-Vorpommern liegen und stand kurz vor der Verschrottung. Für 2.500 DM kaufte er die Trümmer und brachte Rumpfteile sowie Tragflächen in eine Zweigstelle seines Betriebes bei Magdeburg. Rund sechs Monate dauerte die Restaurierung, inklusive einer originalgetreuen Neubemalung. Herr Gehling wurde durch einen ehemaliger DDR-Fluglehrer eingewiesen. Ohne die Informationen von früheren DDR Agrarpiloten und Technikern wäre die Restaurierung seines 1978 gefertigten Tiefdeckers niemals so schnell möglich gewesen, berichtete der jetzige Pilot aus Westfalen.
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