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Fieseler Fi 156 Storch: kolbenmotorgetriebenes STOL-Flugzeug von 1936

Fieseler Fi 156 Storch

Der Fieseler Fi 156 “Storch” ist ein propellergetriebenes Flugzeug mit Kurzstart- und Landeeigenschaften, das erstmals 1936 flog. Entwickelt und gebaut wurde es in den Gerhard-Fieseler-Werken in Kassel. Mit diesem Entwurf gewann der Konstrukteur "Fieseler" 1935 die Ausschreibung für ein neuartiges Verbindungsflugzeug. Die Serienproduktion begann 1937.

Der “Storch”, wie er wegen seines hochbeinigen, starren Fahrgestells genannt wurde, wurde im gesamten Zweiten Weltkrieg als Verbindungs-, Beobachtungs- und Sanitätsflugzeug an allen Fronten eingesetzt. Seine großzügig verglaste Kabine erlaubte ausgezeichnete Rundumsicht. Das Flugzeug war eine stoffbespannte verschweißte Stahlrohrkonstruktion. Die starren Vorflügel über die gesamte Spannweite und statisch ausgeglichenen Schlitz-Querrudern mit Flettner-Ruder über die halbe Spannweite sorgten für gute Langsamflugeigenschaften. Die Tragflächen ließen sich zum Transport nach hinten wegklappen.

Der Fieseler ”Storch” ist bekannt durch seine extremen Kurzstart- und Landeeigenschaften. (STOL-Eigenschaften). Die Mindestfluggeschwindigkeit lag unter 50 km/h; zum Starten reichten bei Gegenwind 50 Meter aus und zum Landen 20 Meter. Bei entsprechendem Gegenwind konnte das Flugzeug sogar in der Luft stehen. Aufgrund des hochbeinigen Fahrwerks konnte der Storch auf fast jedem Gelände landen.

Nach Einsätzen im spanischen Bürgerkrieg flog die Fi-156 von 1939 bis 1945 in allen Wehrmachtstellen. Ab 1941 verlagerte Fieseler die Produktion in das besetzte Frankreich und die CSR. 1943 verließ der letzte Storch das Hauptwerk in Kassel, u.a. da Fiesler sich auf die Fertigung der Focke-Wulf Fw 190 konzentrieren musste. Insgesamt entstanden etwa 2.900 Maschinen, die nicht nur von den Achsenmächten geflogen wurde, sondern auch als Beuteflugzeug von den Alliierten.

Besonders spektakulär war der Einsatz beim Ausfliegen Mussolinis 1943 in Italien. Ein “Storch” landete ferner als letztes Flugzeug am 26.04.1945 im eigeschlossenen Berlin, und das bei permanenten Beschuss der City.

Nach dem Krieg baute “Morane” in Frankreich weitere 925 Fi 156 als MS 500 und MS 505 "Criquet" aber auch die CSR setzte die Produktion fort. Diese Maschinen flogen dann in der Schädlingsbekämpfung, schleppten Segelflugzeuge und wurden als Luft-Taxi eingesetzt.

Fieseler Fi 156 Storch - Cockpit

Technische Daten:  Fi 156 C-3

Länge

9,90 m

Flügelspannweite

14,27 m

Tragflügelfläche

26 m²

Höhe

3,00 m

Antrieb

1 x Argus As10C

.

hängend, luftgekühlt

Art

V8-Motor

Startleistung

240 Ps

Höchstgeschwindigkeit

175 km/h in Meereshöhe

Marschgeschwindigkeit

130 Km/h

Mindestgeschwindigkeit

45 km/h

Reichweite

470 km

Besatzung

1 Pilot und 2 Beobachter

Dienstgipfelhöhe

4.600 m

Leergewicht

930 kg

Fluggewicht

1.320 kg

Fieseler Fi 156 Storch - Motor

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

 

 

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