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Lilienthals “Kleiner Doppeldecker”: auf dem Weg zum Segelflug (1895)

Lilienthal - Kleiner Doppeldecker

Beschreibung:   Nachbau von 1990

Eine einfache aber geniale Idee führte Lilienthal zum Doppeldecker. Um vom Gleitflug in den dauerhaften Segelflug überzugehen, musste er die Tragfähigkeit seiner Flugapparate wesentlich vergrößern. Bei der Verwendung größerer Flügelflächen wuchs jedoch automatisch die Spannweite. Dann war der Apparat mit der bloßen Verlagerung des Körpergewichts nur noch schwer zu beherrschen. Fügte er aber zwei kleinere Tragflächen übereinander, konnte er die Tragfähigkeit verdoppeln und behielt die kleine Spannweite bei.

Der 1895 gebaute kleine Doppeldecker war keine wirkliche Neukonstruktion, sondern ein Eindecker herkömmlicher Bauart mit aufgesetzter zweiter Tragfläche.

Im August diesen Jahres machte Lilienthal mit diesem Flugapparat die ersten Flüge am “Fliegeberg” in Lichterfelde. Diesen 15 Meter hohen spitzkegeligen Hügel hatte er ein Jahr zuvor zwei Kilometer von seinem Wohnhaus entfernt aufschütten lassen. Hier konnte er jederzeit Absprünge nach allen Richtungen, das heißt bei jedem Wind, machen.

Mit dem kleinen Doppeldecker gelangen ihm Flüge bis zu 80 Meter Weite. Der Erfolg bewegte ihn dazu, einen zweiten, größeren Doppeldecker zu bauen, mit dem er 1896 den Absprung vom höheren Gollenberg wagte.

Technische Daten:

  • Ausgestellter Gleiter: Kleiner Doppeldecker (Nachbau)
  • Baujahr: 1895
  • Spannweite: 6,00 m
  • Länge: 4,90 m
  • Gewicht: etwa 27 kg
  • Material: Weidenholz, Stoff, Stahldraht

 

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 


 

 

 

 

 

 

 

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