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U.S. Air Force Museum
Dayton / Ohio

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Kettering Aerial Torpedo "Bug": unbemannter Flugkörper von 1917, den man heute “Marschflugkörper” nennt

Kettering Aerial Torpedo "Bug": unbemannter Flugkörper, der heute unter den Begriff Marschflugkörper fällt

Bereits im Ersten Weltkrieg hatte es bei den kriegsführenden Nationen verschiedene Versuche gegeben, unbemannte Flugkörper herzustellen, die man heute als Marschflugkörper oder Drohne bezeichnen würde. Der Kettering Aerial Torpedo "Bug" war ein von 1917 bis 1920 in den USA von Charles Kettering aus Dayton / Ohio entwickelter und erprobter unbemannter Flugkörper.

Rumpf und Tragflächen des als Doppeldecker ausgelegten Fluggerätes bestanden aus Holz, das mit Stoff bespannt war. Gestartet wurde die “fliegende Bombe” mit einem vierrädrigen Gestell auf Schinen, das die Flugrichtung vorgab und den Anstellwinkel bestimmte. Als Antrieb diente ein 40 PS starker Motor mit einem Propeller. Die Steuerung erfolgte durch einen einfachen Kreiselkompass, die Reichweite konnte durch ein Zählwerk begrenzt werden. Nach Erreichung der geplanten Flugstrecke wurde der Motor abgestellt und die Tragflächenbefestigung löste sich. Der Flugzeugrumpf stürzte auf einer ballistischen Bahn ins Ziel. Die Nutzlast konnte etwa 100 Kilometer weit befördert werden und bestand aus ungefähr 80 Kilogramm Sprengstoff, der beim Aufschlag explodierte. Die Trefferquote war damals allerdings noch sehr gering.

Technische Daten:

Länge

3,80 m

Spannweite

4,60 m

Gewicht

240 kg

Geschwindigkeit

185 km/h

Dienstgipfelhöhe

ca. 3.600 m

Reichweite

ca. 100 km

Antrieb

1 x De Palma, 4-Zylinder Kolbenmotor mit 40 PS

Gefechtskopfgewicht

80 kg

Kettering Aerial Torpedo Bug: unbemannter Flugkörper von 1917, der heute als Marschflugkörper bezeichnet wird

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 


 

 

 

 

 

 

 

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