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Technische Beschreibung:
Cockpit: Das Cockpit der Northrop B-2 Spirit ist mit 8 farbigen Multifunktion-Displays ausgestattet, die je nach aktueller Situation unterschiedliche Informationen anzeigen.
Besatzung: Die B-2 Spirit wird mit einer zweiköpfigen Besatzung auf nebeneinander angeordneten Schleudersitzen geflogen. Ein dritter Sitz kann nachgerüstet werden. Im Notfall katapultieren die Sitze ihre Insassen nach oben durch das Kabinendach, in das besondere Sollbruchfelder eingearbeitet sind, die weggesprengt werden.

Flugzelle: Die B-2 ist ein Nurflügler; sie besitzt somit keine Seiteleitwerke, was wesentlich zur Reduzierung des Radarquerschnitts beiträgt. Struktur und die Oberfläche besteht zu etwa 90% aus Epoxidharz verbundenen Kohlenstofffasern. Um die Radarsignatur niedrig zu halten, wurde die Flügel so konstruiert, dass sie möglichst wenig strukturunterbrechende Elemente enthält, die feindliche Peilungen reflektieren könnten.
Triebwerk: Die B-2 Spirit ist mit vier General Electric F118-GE-100 Turbofan-Triebwerke ausgestattet. Sie wurden wegen ihres äußerst geringen Treibstoffverbrauchs, Schub-Gewichts-Verhältnisses und ihrer Zuverlässigkeit gewählt. Nachbrenner sind ausdrücklich nicht vorhanden, um die Tarnkappen-Eigenschaften nicht zu mindern.
Abgasanlagen: Um die Infrarot-Signatur der B-2 deutlich zu reduzieren, werden die Triebwerkabgase durch eine flache Wanne ausgestoßen, wobei hintere Sektionen für eine Streuung des Abgasstrahls sorgen, damit die Hitze auf eine breite Fläche verteilt wird. In die Abgasströmung injizierte Chlorfluorkohlenstoffe verhindern das Auftreten von Kondensstreifen.
Lufteinläufe: Um die radarrückstrahlenden Triebwerkluffeintritte und Verdichtereinläufe vor einfallender Radarenergie abzuschirmen, hat man die Lufteinläufe auf der Oberseite des
Tragwerks mit großem Abstand zur Flächenvorderkonte angeordnet. Zudem wird die auftreffende Radarenergie durch ein komplexes Sägezahnmuster gestreut.
Hilfsansaugklappen: Zur Nutzung beim Start wurden in die Oberseite der Triebwerkzellen zusätzliche Ansaugklappen eingearbeitet. Fliegt die B-2 mit ihrer Einsatzgeschwindigkeit, sind diese Klappen verschlossen, um die Stealth-Eigenschaften zu erhalten.
Fahrwerk: Das Hauptfahrwerk ist nach innen einziehbar. Das nach hinten einziehende Bugfahrwerk wird mit einer Klappe abgedeckt, deren Vorder- und Hinterkante gezackt ist, damit der Übergang von Klappe zum Rumpf keinen Ansatz zur Radarerfassung bietet.
Flugsteuerung: Die B-2 ist mit einem vierfach redundanten, elektrisch signalisierten Flugsteuerungssystem ausgestattet. Es ist zudem vor Störungen durch elektromagnetische Impulse, wie sie bei der Detonation von Atombomben auftreten, geschützt.
Steuerflächen: Die Hinterkanten der beiden äußeren Flächenteile besitzen groß dimensionierte Steuerflächen. Diese werden zur Nicksteuerung gleichgerichtet, zur Rollsteuerung entgegengesetzt ausgelenkt. Komplizierter ist die Giersteuerung über Spreizruder an den hinteren Außensektionen geregelt, die zudem als aerodynamische Bremse fungieren.
Luftbetankung: Im mittleren Drittel des Rumpfrückens ist die Luftbetankungsanlage eingerichtet. Zwar verfügt die B-2 auch ohne Treibstoffversorgung in der Luft über große Reichweite, doch mit Unterstützung durch Lufttanker läßt sich dieser Bomber an jedem Punkt der Erde einsetzen.
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