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Flugzeuge und Hubschrauber imLuftwaffenmuseum Gatow- Militärhistorisches Museum der Bundeswehr -

Das größte Flugzeugmuseum in Deutschland

Der Prototyp der Boeing-Vertol H-21 flog bereits 1949 unter der Bezeichnung “HRP-2” und erweiterte die damals noch junge Welt der Helikopter um ein besonders robustes Exemplar. Ob im Dschungel, der Wüste oder in der Arktis, die Boeing Vertol H-21 war ein echtes “Arbeitspferd“. Die Streitkräfte der Bundesrepublik beschafften in ihren Anfangsjahren ihr Material gerne in den USA. Besonders die SAR-Tauglichkeit des Doppelrotorhubschraubers war den deutschen Betreibern wichtig, weil dieses Modell den Transport von 12 Verwundeten auf Tragen erlaubte, eine zum damaligen Zeitpunkt gewaltige Kapazität. Über lange Jahre versah der H-21 C seinen Dienst als “schwerer” Transporthubschrauber und wurde erst 1972 vom Sikorsky CH-53 G abgelöst..

Technische Daten:

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Hersteller (Boeing Corp.) Piasecki/Vertol Aircraft Corp.
Erstflug (Piasecki PD-22) 11.April 1952
Besatzung 2
Triebwerk 1 x Curtiss-Wrigth R.1820-103
Art gebläsegekühlter 9-Zyl.-Sternmotor
Leistung 1.445 Ps (1.063 kW)
. Startleistung mit Höhenlader
Leistung .
Höchstgeschwindigkeit 209 km/h bei 6.350 kg in 00
Reisegeschwindigkeit 157 km/h in 00
Reichweite bei 5.933 kg 603 km
Hoverhöhe mit Bodeneffekt 1.524 m
Dienstgipfelhöhe 3.150 m
Abmessung .
Rumpflänge 16,00 m
Länge mit Blättern 26,27 m
Rumpfhöhe mit Rotor 4,87 m
Rotordurchmesser 13,41 m
Rotorachsabstand 12,87 m
Fahrwerk-Spurweite 4,17 m
Masse .
Leermasse 3.939 kg
Zuladung 2.190 kg
Max. Abflugmasse 6.885 kg
Laderaum 6,08 m L, 1,72 m B, 1,67 H
. 22 Sitze oder 12 Tragen

Technische Beschreibung:

Die Boeing Vertol H-21 C ist ein vor allem militärisch eingesetzter Hubschrauber. Der Transporihubschrauber H-21 C Shawnee war die US-Version der Hubschrauber H-21A und B der US-Air-Force. Vom H-21 C, wegen seiner typischen Form auch scherzhaft

“fliegende Banane“

genannt, wurden zunächst 32 Exemplare nach Deutschland geliefert.

Die Boeing-Vertol H-21 ist ein 1-motoriger Transporthubschrauber mit Tandemrotor. Jeder Rotor besaß ursprünglich 3 Rotorblätter aus Holz, die später durch Metall-Rotorblätter ersetzt wurden. Das bullige Triebwerk im Heck trieb über ein Verteilergetriebe mit Kupplungssystem und ein Wellensystem beide Rotoren an. Der Hubschrauber verfügte über ein 3-Achsen-Stabilitätsunterstützungs-System (SAS), das über elektronische und elektromechanische Teile die Stabilität des Hubschraubers im Reiseflug verbesserte.

Die beiden Rotore drehen sich gegenläüfig. Daher benötigen Hubschrauber mit Doppelrotore keinen Heckrotor, der die Kräfte kompensieren muss.

Der Rumpf ist in Ganzmetall-Halbschalenbauweise ausgeführt. Die Kanzel zeichnet sich durch eine besonders gute Rundumsicht aus. Am Heck sind waagerechte und senkrechte Stabilisierungsflossen angebracht. Im Rumpf befindet sich der durchgehende Laderaum mit einer Laderaumtüre auf der linken Seite hinten. Lasten können sowohl innen, wie auch als Aussenlasten transportiert werden. So können auch Container u.ä. transportiert werden. Vorne rechts sind eine “Winschtüre” beziehungsweise der Notausgang, unter dem Rumpf eine Lastenschlinge befestigt

Geschichte der ausgestellten Maschine:

Der im Depot des Luftwaffenmuseums gelagerte Hubschrauber ist eine Lizenzfertigung der Weserflug AG, Bremen (Werk-Nr. WG 8). Er trug in seiner Dienstzeit bei den Heeresfliegern folgende Bundeswehr-Kennungen: PA+203, QF+462, PX+337 und 8308.

Der erste Einsatz-Verband war die Heeresfliegertransportstaffel 822 in Fritzlar (Kennung PA+203). Im März 1959 wurde diese Staffel in Heeresfliegertransportstaffel 102 umbenannt und nach Achum verlegt (Kennung QF+462). Im November übernahm das Heeresfliegerbataillon 300 in Mendig den Hubschrauber (Kennung PX+337). Nach der Auflösung dieses Bataillons ging die „Banane“ an das neuaufgestellte Heeresfliegerregiment 35 (letzte Kennung 8308). Die Ausmusterung fand 1971/72 statt.

Technische Daten:

Modell Curtiss-Wrigth R.1820-103
Art Sternmotor
. 9-Zylinder
. gebläsegekühlt
Leistung 1.445 Ps (1.063 kW)
. Startleistung mit Höhenlader
Rotordurchmesser 13,41 m
Rotorachsabstand 12,87 m